Mittwoch, 28. August 2019

Dresden II


Vom Zwinger aus ging es dann Richtung Frauenkirche. Ich war schon in der Frauenkirche. Im Keller und im Gebetsraum (da wo die Gottesdienste statt finden, Kirche halt). Ich war aber noch nie oben auf dem Dach. Auch dieses mal wäre es fast wieder nicht dazu gekommen, da die recht früh zu machen, aber Glück gehabt. Mit dem letzten Aufzug sind wir hoch aufs Dach und konnten den herrlichen Ausblick auf die Dächer der Stadt genießen. Perfekter Ort um mal ein Panorama mit der Elbe zu machen. Einziges Manko war das trotz der Wärme ein elendiger Wind ging und da man ziemlich nass geschwitzt war relativ schnell frierte. Kann man sich schnell was weg holen. Und auch hat der Wind den Turm ganz schön wackeln lassen. Hätte ich nicht gedacht, dass sich das so auswirkt bei der massiven Bauweise.
Als wir dann wieder unten angekommen waren, begann eine Band zu spielen. Direkt vor der Frauenkirche. Dabei handelte es sich um eine Tschechisches Orchester, dias relativ moderne Musik gespielt hat und es wirklich verstanden haben Stimmung zu machen. Bestimmt eine Stunden haben wir gelauscht bevor wir wieder Richtung Home to go geschlendert sind. Ab ins Bett voller Vorfreude auf die sächsische Schweiz.
















Samstag, 24. August 2019

Dresden I


Wie im letzten Post beschrieben wollten wir die nächste Nacht in Dresden verbringen. Hier gibt es nämlich die Möglichkeit am Rande der Altstadt mit dem Wohnmobil zu campen. Wir sind am Nachmittag angekommen und hatten noch genug Zeit durch die Altstadt zu bummeln und uns was zu Essen zu jagen. 
Ich war schon oft in Dresden und kenne die Stadt ganz gut. Auch wollten wir nicht zu viel rumeiern somit haben wir uns wirklich auf den Kern der Altstadt beschränkt. Da wir auch am nächsten Morgen schon Richtung sächsische Schweiz weiter wollten war das ein ganz gutes Rahmenprogramm neben so viel Natur auch mal etwas Architektur und Kultur anzuschauen. Wetter war perfekt und gegen Abend auch in der Stadt wirklich auszuhalten. So sind wir umhergestreift zwischen unzähligen anderen Touristen und haben uns alte Gemäuer angeschaut und auch zu essen gab es was nettes. Völlig stressfrei und ohne Ziel macht das ganze auch noch mehr Spaß. Ich liebe dieses Dullerleben. 












Sonntag, 18. August 2019

Rakotzbrücke mal anders



Das nächste Ziel unserer Reise sollte eine Nacht in Dresden werden, aber auf dem Weg vom Spreewald nach Dresden lag ein Ort den wir noch auf unserer Liste hatten und den sicher viele kennen. Und zwar handelt es sich um die sagenumwobene Rakotzbrücke bei Kromlau. In Kromlau befindet sich nämlich der Azaleen- und Rhododendronpark mit der Rakotzbrücke, der absoluten Instagram Sensation. Hier werden sicher Tag für Tag Pärchenfotos für Instagram und Co gemacht. Nur nicht an dem Tag an dem wir da waren. Und eine ganze Zeit vorher schon nicht und auch danach nicht. Warum? Weil dieses schöne Stückchen Land eine Baustelle ist und das schon ne ganze Weile.
Hier war für mich mal wieder schön zu sehen, wie dass reale Leben mit dem Onlineleben im Krieg ist. Warum. Erstens hatte ich immer mal wieder nach aktuellen Bildern auch auf Instagram geschaut und nie hab ich eine Baustelle gesehen. Natürlich hab ich nie wirklich viel Zeit investiert in die Suche. Dann wäre mir sicher aufgefallen, dass hier kein Wasser ist. Egal, viel interessanter war das Verhalten vor Ort. Hier waren nämlich einige "Beauty-Instagram" Mädels mit Freunden und Kameras unterwegs. Alle schick rausgeputzt und bitter enttäuscht. Mit einigen bin ich ins Gespräch gekommen und so erfuhr ich davon, dass diese extra teils 500 km Anreise hatten, um hier womöglich sehr wichtige Fotos fürs digitale Leben zu machen.
Witzig war auch, dass diese die Umgebung gar nicht weiter erkundet haben, dann hätten die nämlich einen schönen Park gefunden. Mein Gott dann ist da eben Baustelle. Man hat nun mal keinen Anspruch auf immer alles Schickimicki und oftmals müssen eben auch Sachen instand gesetzt werden, damit auch in Zukunft Leute ihren Spaß daran haben sich diese Bauwerke anzuschauen. Ich fand nur blöd, dass sich am Parkplatz der direkt am Park ist kein Hinweis auf die aktuellen Baumaßnahmen fand. Wir wollten nämlich eigentlich hier die Nacht verbringen und hatten bereits bis zum nächsten Morgen 11 Uhr bezahlt. Tja letztlich waren wir nur ca 2 Stunden hier. Bezahlt haben also alle um die Baustelle zu sehen. Irgendwie fand ich es allerdings ganz witzig bei den ganzen Instagram Beautys. Diese Schadenfreude hat mich die paar Euros vergessen lassen. Wir haben dann einfach umdisponiert und sind gleich nach Dresden gefahren um dort am Nachmittag bis in den Abend ein wenig durch die schöne Altstadt zu streifen. Dazu im nächsten Post mehr.





 



Donnerstag, 15. August 2019

Spreewald, der Amazonas Deutschlands III


Heute gibt es die letzten Bilder vom Spreewald und meiner Meinung nach auch die schönsten Bilder von der ganzen Tour. Wir waren nach verlassen der letzten Siedlung nahezu allein unterwegs bis zu einer alten Schleuse. Ab da haben wir für die nächsten 2 Stunden nicht einen Menschen gesehen. Einige Schleusen haben wir selbst bedient und oft haben wir uns einfach treiben lassen. Völlig ruhige Gewässer zauberten eine geniale Spiegelung und das saftige Grün war einfach saftig (hier haben mir die Worte gefehlt). 
Immer wieder haben wir die Spree gekreuzt die deutlich breiter war als manch kleiner Kanal aber genauso schön. Oft haben uns Bisamratten begleitet, Libellen auf uns niedergelassen und riesige Spinnen im Schilf den ein oder anderen Schrei entlockt. Auch haben wir Spuren eines Biebers gesehen, leider ohne den Bieber direkt zu erblicken. Schaut euch einfach die Bilder an. Wer da noch nicht Lust hat loszupaddeln, dann weiß ich auch nicht. Wir waren auch ganz entspannt. Eigentlich sollten wir das Kanu gegen 18 Uhr zurück bringen, aber der Bootsmann meinte, dass wenn wir später kommen das Boot einfach an Land ziehen und die Paddel in den Schuppen stellen sollen. Somit war das alles völlig unkompliziert und auch gut, da wir 18 Uhr niemals geschafft hätten. Ich glaube wir waren erst gegen 20 Uhr wieder zurück und die letzten drei Stunden waren das absolute Highlight. Ich hab mich ein wenig in die Gegend verliebt. Traumhaft schön. Also wer noch nicht da war, sollte dies unbedingt tun. Übrigens hatten wir absolut keine einzige Mücke erblickt, was ich als recht seltsam empfand, da die Gewässer ja eigentlich das absolute Mückenparadies sein müssten.