Donnerstag, 15. Juni 2017

Handy - Völkerschlachtdenkmal


Als ich letztens einige Zeit in Leipzig verweilte, hatte ich die Möglichkeit das Völkerschlachtdenkmal zu besuchen. Ein wirklich eindrucksvolles Monument, welches man gesehen haben muss. Kaum vorstellbar, was sich hier an vier Tagen im Jahre 1813 abspielte. Eine der größten Schlachten in der Menschheitsgeschichte fand an diesem Ort statt. Russland, Preußen, Österreich und noch ein paar andere Staaten  kämpften hier gegen die Truppen Napoleons und gewannen. Ca. 600.000 Soldaten kämpften hier, von denen ungefähr 92.000 Menschen starben oder schwer verletzt waren. Ein Offizier schrieb in einem Brief, dass er im Blutfluss stand welcher die Straße runter floss. Man muss sich das mal vorstellen. Ein Fluss voller Blut auf der Straße. Schreie der Verletzten und Tode wohin man schaute. Klingt wie eine Szene aus Games of Thrones. Wer weiß, vielleicht hat sich ja der ein oder andere Schriftsteller von dieser Schlacht inspirieren lassen. 
Diese Schlacht war für Deutschland nicht von geringer Bedeutung. Auch wenn es Deutschland da noch nicht gab, war diese Schlacht eine Station auf dem Weg zur Bildung eines übergreifendes Gefühl von Patriotismus was für die damaligen "Kleinstaaten" ein Schritt zur Einigung war. Auch läutete es den Untergang von Napoleon ein. 

Das Bauwerk an sich ist wirklich erstaunlich. Wer brauch schon Filme wie Herr der Ringe zur Inspiration, wenn man solche Bauwerke vor der eigenen Nase hat. Riesige Statuen, geheimnisvolle Steinwächter und  eine Kuppel, die einen zeigt wie klein man ist. In der Kuppel sind 324 Reiter mit Pferd die fast Lebensgroß dargestellt sind. Die vier knapp zehn Meter großen Totenwächter im inneren der Halle stehen für die Tugenden Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft und Opferbereitschaft. In der Krypta stellt das symbolische Grab der insgesamt 120.000 Gefallenen dar, welche von 16 Kriegern bewacht werden. Die große Figur an der Außenseite stellt den Erzengel Michael dar der der Schutzpatron der Soldaten galt. Leider war der "See der Tränen" wegen Bauarbeiten leer und nur eine große Baustelle. Somit waren keine Bilder mit Spiegelung drin aber egal. Ich werde sicher nochmal hinfahren und die große Kamera mitnehmen.



Alle Bilder wurden mit dem Handy gemacht und sind sicher nicht vergleichbar mit einer Spiegelreflex, dennoch lassen sich auch mit einer Handykamera spannende Bilder machen. Vor allem das geniale Panorama hat es mir angetan. Angefangen an einem Wächter bis nach oben gedreht, so das die Kuppel den krönenden Abschluss bildet, der das Panorama eine fantastische Atmosphäre gibt. Ja Handybilder sind eine gute Alternative wenn man mal keine Kamera dabei hat und mit ein paar qualitativen Abstrichen leben kann. Ich kann das auf jeden Fall. Bearbeitet habe ich mal wieder mit Snapseed. Meiner ersten Wahl wenn es heißt "kreativ mit dem Telefon".