Urbex - Sardine

Zum Vatertag eine Location für richtige Männer. 
Hier stand mal die Fotografie bissl hintendran, dazu war das einfach zu krass und vor allem zu dunkel.
Heute geht es weniger um fotografische Kunst, sondern eher in die Richtung Dokumentation.
Heute gehts runter in den Dreck, unter die Erde in einen Keller. Aber nicht irgendeinen.
Nein dieser Keller hier hat nämlich auch einen Decknamen.
"SARDINE"
Im dritten Reich hatten Geheimobjekte bestimmte Namen,  zum Beispiel wurden tiefe Keller mit weiblichen 
Vornamen und neue Bunkerbauten mit männlichen Vornamen benannt.
Alte Stollenanlagen wurden mit Fisch- oder Amphibien-namen versehen.
Hier haben wir einen davon. Ein ganzer Berg unterhöhlt. Oben drüber steht eine Brauerei die die Stollen 
auch schon in den 19er genutzt hatte. Im 2 Weltkrieg war man dann auf der Suche nach solche Anlagen,
da die Alliierten un abwegig Deutschland unter Druck setzten.
Der Plan war so viel wie möglich Industrie im Zentralen deutschen Raum unterzubringen.
Und zwar so das sie möglichst geschützt waren.
So kam es das auch dieser Stollen unter vielen anderen dazu auserwählt wurden als Bunker zu dienen.   
Was wurde hier gelagert, bzw produziert? Ja das weiß niemand so richtig.
Es gibt Gerüchte und Theorien. Auch im Netz hab ich nicht viel gefunden und Einheimische konnten mir auch nicht wirklich weiterhelfen, da sich diese immer wieder widersprochen haben.
Die Aussagen gingen von Treibstoff, über Waffenproduktion bis hin zu Gold und Kunstschätzen.
Alles wäre irgendwie möglich, aber nichts ist belegt.
Somit bleibt das wohl ein Geheimnis. Fakt ist das der Stollen riesengroß ist, geht über 2 Stockwerke und man kann locker mit LKW´s rein fahren. Und genau das war eines meiner Probleme.
Das Ding war so groß und ich war alleine, nur mit nem Kamera, Stativ,  Blitz und ner kleinen Taschenlampe.
So bin ich schon nach kurzer Zeit umhergeirrt und war leicht orientierungslos.
Es war nämlich Dunkel wie im Bärenarsch, nur viel größer.
Ja ich weiß verantwortungslos so ganz alleine. Kinder macht das bloß nicht nach.
Vor allem meine Kinder nicht!
Aber es war interessant, Es gab eigentlich nichts besonderes, aber trotzdem viel zu erkunden.
Ich hatte auch wenig Zeit zum fotografieren da ich erschlagen war
 von der Größe und de absoluten Dunkelheit.
Und von meiner mit Wackelkontakt gesegneten billig-Taschenlampe.
Das war echt spannend, Aus, schütteln, An und so weiter.
Aber ich hab es ja überlebt und bin um ein Erlebnis reicher.
Es war wie eine Zeitreise, nur dunkler. Ich bin rein und drei mal links, drei mal rechts und schwups, weißte nimmer wo du bist. Und immer wieder Details gefunden und gestaunt.
Hoffe ihr staunt auch und wenn ihr Infos über den Bunker, oder andere habt immer raus damit.

























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